FpG - Projekt 3
Menschen mit depressiven Verstimmungen im Vorfeld ärztlicher Versorgung - eine vergleichende Querschnittstudie
Projektleiter
Projektpartner
Projektziele
Projektleiter:
Verein Dreycedern e.V.
Altstädter Kirchenplatz
91054 Erlangen
Tel. 09131 210 96
Fax. 09131 20 13 53
e-mail: dreycedern@t-online.de
| Erlangen | Verein Dreycedern e.V. |
| Gesundheitsamt Erlangen | Dr. med Peter Lederer |
| Psychiatrische Universitätsklinik Erlangen | Prof. Dr. Elmar Gräßel |
| Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Merxhausen | PD. Dr. Michael Franz |
| Münsterklinik Zwiefalten | Prof. Dr. Gerhard Längle |
Hintergrund: Ein großer Teil von Menschen mit depressiver Symptomatik sucht wegen dieser Beschwerden keinen Arzt auf oder erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Bei einem erheblichen Teil der „Leidenden“ (Patienten) wäre vom medizinische Standpunkt aus betrachtet eine früherer Arztkontakt wünschenswert. Da ein Arztkontakt wegen psychischer Beschwerden von den Betroffenen oft längere Zeit vermieden wird, stellt ein Arztbesuch wegen depressiver Beschwerden in der Regel ein „hochschwelliges“ Versorgungsangebot dar. Es ist anzunehmen, dass ein Kontakt zu einer nicht-ärztlichen Beratungsstelle als „niedrigschwelliger“ anzusehen ist.
Personen: Erwachsene Personen beiderlei Geschlechts, die wegen „depressiver Beschwerden“ eine nicht-ärztliche Beratungsstelle aufsuchen.
Methodik: In drei Studienregionen Deutschlandes, in Stadt und Umland von Erlangen, Kassel und Reutlingen sollen insgesamt etwa 300 Menschen schriftlich und anonym befragt werden, wenn sie eine der dort verfügbaren, nicht-ärztlichen Beratungsstellen aufsuchen. Der Fragebogen enthält als standardisierte Instrumente den WHO-Fragebogen zum psychischen Wohlbefinden, den Illness Perception Questionnaire (nach Brown) mit den Subskalen Symptome, Ursachen, Zeitverlauf und Beeinflussung sowie die Skala zur Zufriedenheit versus Unzufriedenheit mit der Arzt-Patient-Beziehung (nach Hrabal). Weitere Fragen beziehen sich auf die bisherige Inanspruchnahme von informellen und formellen Hilfeangeboten und auf durchgeführte Laientherapien.
Ziel der Untersuchung: Es soll festgestellt werden, welche Symptomatik, welche gesundheitsbezogenen Einstellungen, welche Vorerfahrungen mit informellen (z.B. Familienmitglieder) und formellen (professionellen) Ratgebern (z.B. Ärzte) und welche soziodemographischen Merkmale Menschen haben, die eine nicht-ärztliche Beratungsstelle in Anspruch nehmen. Dabei sollen zwei Gruppen miteinander verglichen werden – diejenigen, die bisher noch keinen Kontakt zu Ärzten wegen „depressiver Verstimmungen“ hatten und denjenigen, die bereits Kontakt hatten.



